Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Baggerei

Laderaumsauggerät

In der Fahrrinne der Elbe kann es aufgrund natürlicher Prozesse zu Sedimentationen und damit zu einer Abnahme der vorhandenen Wassertiefe kommen. Durch Unterhaltungsbaggerungen wird die für die Schifffahrt erforderliche Tiefe wieder hergestellt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven führt die Baggerungen in Kooperation mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg und weiteren Wasser- und Schifffahrtsämtern durch. Die Baggermaßnahmen werden zum größten Teil von Unternehmen ausgeführt, die im Rahmen von EU-weiten Ausschreibungen beauftragt werden. Der Gesamtumfang der Baggermaßnahmen auf der Elbe (Bundesstrecke unterhalb des Hamburger Hafens bis zur Nordsee) beträgt ca. 12,5 Millionen Kubikmeter jährlich, davon ca. 9 Millionen Kubikmeter im Bereich des WSA Cuxhaven.

Verwaltungseigener Laderaumsaugbagger NORDSEE im revierübergreifenden Einsatz Verwaltungseigener Laderaumsaugbagger NORDSEE im revierübergreifenden Einsatz Quelle: WSA Cuxhaven

Das gebaggerte Material wird an geeigneten Stellen im Fluss abgelagert. Üblicherweise erfolgt die Ablagerung an Stellen mit natürlicher Übertiefe. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, wird das Material für Uferschutzzwecke vorgespült oder für Baumaßnahmen Dritter abgegeben, z. B. für Hafenbau. Die Baggerungen erfolgen größtenteils mit Hopperbaggern (selbstfahrende Laderaumsaugbagger). Dabei wird das Baggergut durch ein Saugrohr an der Gewässersohle aufgenommen und in den Schiffsladeraum gesogen. Nach Beendigung des Ladevorgangs wird das Baggergut zur Verbringstelle gebracht oder zu einer Entladestation transportiert und verspült. Auf der Elbe werden Hopperbagger mit ca. 5 500 bis 13 700 Kubikmeter Laderauminhalt eingesetzt. Die folgenden Bilder zeigen die im Jahre 2011 durchgeführte Einspülung in die Unterwasserablagerungsfläche (UWA) Otterndorf:

Anker der Schwimmleitung (bei Niedrigwasser) im Hintergrund Sprühponton Anker der Schwimmleitung (bei Niedrigwasser) im Hintergrund Sprühponton Quelle: WSA Cuxhaven

Sprühponton Sprühponton Quelle: WSA Cuxhaven

Wasserinejektionsgerät

Bei der Bearbeitung von Einzeluntiefen werden vorrangig Wasserinjektionsgeräte eingesetzt. Hierbei wird das Sediment nicht aufgenommen, sondern an der Gewässersohle in Schwebe gebracht und durch die natürlichen Dichte- bzw. Strömungsverhältnisse fortgetragen. Die Einspülung in die Unterwasserlagerungsfläche (UWA) Otterndorf wird im Rahmen des "Ufersicherungskonzeptes Niedersächsisches Ufer" durchgeführt. 24 neue Buhnen werden durch die örtlich anschließende UWA ergänzt. Wie die Buhnen trägt sie dazu bei, die Strömung in Ufernähe zu reduzieren. Sie entlastet hierdurch die Wattflächen und Ufer.